Benehmen draußen
Außerhalb des Hauses gibt es Menschen, Hunde, Essen auf dem Boden, Geräusche, Gerüche und Regeln, die sich von Raum zu Raum ändern. Die meisten Hunde raten, was zu tun ist. Der Besitzer reagiert.
Wir ersetzen das Raten durch eine kleine Reihe von Regeln. Die Regeln ändern sich nicht mit dem Ort. Der Hund liest den Besitzer, nicht den Raum.
Warum Benehmen wichtig ist
Ein Hund mit gutem Benehmen draußen ist ein Hund, den man überall hin mitnehmen kann. Das bedeutet mehr Zeit mit Ihnen an mehr Orten. Mehr gemeinsame Zeit bedeutet stärkere Bindung.
Stufen 5, 6, 9 und 10 des Tests befinden sich hier.
Unterprinzipien
- Der Hund beobachtet Sie, nicht den Raum.
- Die gleiche Regel gilt überall.
- Neue Orte werden anfangs nur kurz besucht.
- Menschen, die den Hund ignorieren, sind Freunde. Menschen, die den Hund anfassen wollen, werden gemanagt.
Praktische Schritte
Schritt 1 — Das "Setteln" (erste Woche)
Ein "Setteln" bedeutet, dass der Hund innerhalb einer Armlänge von Ihnen liegt und dort bleibt.
Zu Hause:
- Setzen Sie sich mit einem Buch oder Ihrem Telefon auf die Couch.
- Der Hund hat eine Leine an, die an Ihrem Fuß oder einem nahen Stuhl befestigt ist.
- Warten Sie. Schauen Sie den Hund nicht an. Sprechen Sie nicht mit dem Hund.
- Der Hund wird verschiedene Dinge ausprobieren: Herumlaufen, Winseln, Pfoten geben, dann Hinlegen.
- Wenn der Hund sich hinlegt, tun Sie nichts. Das ist der Erfolg.
- Sitzen Sie zehn Minuten. Dann beenden.
Tun Sie dies zweimal am Tag für eine Woche. Fügen Sie jede Woche fünf Minuten hinzu, bis Sie dreißig Minuten erreichen.
Schritt 2 — Das Setteln an einem ruhigen Ort draußen (zweite Woche)
- Wählen Sie eine ruhige Bank, einen Baum im Garten oder ein langsames Café.
- Gleiche Regeln: Leine an Ihnen, kein Reden, kein Schauen.
- Fünf Minuten am ersten Tag. Fügen Sie Minuten hinzu, je schneller der Hund sich beruhigt.
Dies ist Stufe 5 des Tests, geübt.
Schritt 3 — Die Begrüßungsregel (dritte Woche)
- Eine Person möchte den Hund streicheln. Sie sagt Hallo. Sie greift aus.
- Sie halten an. Sie bitten die Person zu warten.
- Der Hund muss sitzen und Sie anschauen. Dann die Person ansehen.
- Dann darf die Person den Hund unter dem Kinn oder an der Brust streicheln. Nicht auf dem Kopf.
Wenn der Hund springt oder mit den Pfoten schlägt, endet die Begrüßung. Die Person geht weg. Versuchen Sie es beim nächsten Mal erneut.
Diese Regel gilt bei Freunden, Fremden und der Familie gleichermaßen.
Schritt 4 — Essen auf dem Boden (vierte Woche)
In der Stadt liegen oft Essensreste auf dem Boden. Ein Hund, der auf der Straße Essen aufnimmt, hat draußen noch keine feste Bindung.
- Gehen Sie an einem kleinen Stück Essen vorbei. Gehen Sie weiter.
- Wenn der Hund danach greift, stoppen Sie. Gehen Sie in einem Bogen.
- Schreien Sie nicht. Zerren Sie nicht.
- Versuchen Sie es mit einem kleineren Stück, das weiter entfernt ist.
Wenn der Hund an Essen vorbeigeht, ohne die lose Leine zu unterbrechen, ist die Regel verinnerlicht.
Schritt 5 — Das Protokoll für neue Orte (zweiter Monat)
Ein neuer Ort ist schwierig. Verwenden Sie ein festes Protokoll.
- Gehen Sie zwei Minuten um den Ort herum.
- Betreten Sie den Ort und stoppen Sie in der Nähe der Tür. Warten Sie eine Minute, bis der Hund sich beruhigt.
- Gehen Sie zu Ihrem Platz oder Raum. Setteln.
- Beim ersten Besuch kurz bleiben. Zehn bis fünfzehn Minuten.
- Gehen Sie, bevor der Hund müde oder aufgeregt wird.
Jeder neue Ort folgt denselben fünf Schritten. Das Protokoll ist die Regel. Es ändert sich nicht.
Häufige Fehler
- Fremde den Hund füttern lassen. Der Hund lernt, dass Fremde Futterquellen sind. Ihr Wert sinkt.
- Lange erste Besuche. Ein Hund, der von einem neuen Ort überwältigt ist, wird beim nächsten Mal noch schlechter sein. Kurz und ruhig gewinnt.
- Freunde mit Ärger bitten, dem Hund Raum zu geben. Höflich ist in Ordnung. Ruhig ist in Ordnung. Der Hund liest Ihren Tonfall, nicht Ihre Worte.
- Unterschiedliche Regeln für unterschiedliche Räume. Ein Hund, der zu Hause auf die Couch darf, aber auf einem Café-Stuhl angeschrien wird, ist verwirrt. Wählen Sie eine Regel.
Anzeichen von Fortschritt
- Der Hund beruhigt sich innerhalb von zwei Minuten an einem neuen Ort.
- Der Hund ignoriert Essen auf dem Boden bei den meisten Spaziergängen.
- Der Hund schaut Sie an, bevor er eine Person begrüßt.
- Im Test wechseln die Stufen 5, 6, 9 und 10 von Nein zu Ja.
Dies ist die längste Aktivität. Planen Sie sechs Monate regelmäßige Übung ein.
