Füttern
Ein Hund frisst jeden Tag. Die meisten Besitzer füllen einen Napf und gehen weg. Das Futter wird zur Belohnung. Der Besitzer wird zur Person, die sich entfernt.
Wir nutzen Mahlzeiten, um die Bindung zu stärken.
Warum Füttern wichtig ist
Futter ist eine primäre Belohnung. Es ist eines der stärksten Dinge, die ein Hund will. Wenn der Hund Futter bekommt, ohne dass du dabei bist, verpasst du die tägliche Chance, wertvoll zu sein.
Wenn Mahlzeiten mit dir, in deiner Nähe, durch dich stattfinden, steigt dein Wert.
Dies ist die einfachste Aktivität, um damit zu beginnen. Die Punktzahl in den Stufen 1 und 4 des Tests steigt, wenn sich das Füttern ändert.
Unterprinzipien
- Futter kommt häufiger aus deiner Hand als aus einem Napf.
- Der Hund schaut dich an, bevor Futter erscheint.
- Kein Reden, kein Lob, keine Leckerlis während der Mahlzeiten. Nur stille Regeln.
- Eine Mahlzeit muss nicht drei Minuten dauern. Zehn bis fünfzehn Minuten sind in Ordnung.
Übungsschritte
Schritt 1 — Eine Mahlzeit pro Tag mit der Hand füttern (eine Woche)
- Wähle eine Mahlzeit. Verwende dein normales Futter.
- Setz dich auf den Boden. Halte eine kleine Handvoll.
- Öffne deine Hand. Warte. Der Hund frisst von deiner Handfläche.
- Wiederhole, bis die Mahlzeit beendet ist.
- Mache dies sieben Tage lang, bevor du etwas änderst.
Was du bemerken könntest: Der Hund ist schneller fertig, als du erwartest. Der Hund beobachtet dein Gesicht. Der Hund berührt deine Hand mit der Nase.
Schritt 2 — Eine ruhige Pause hinzufügen (eine Woche)
- Wie in Schritt 1. Vor jeder Handvoll, warte zwei Sekunden.
- Der Hund wird während der Pause dein Gesicht ansehen. Das ist der Einstieg.
- Öffne die Hand. Der Hund frisst.
- Wenn der Hund greift oder springt, schließe deine Hand. Warte. Versuche es erneut, wenn der Hund ruhig ist.
Sag nicht "Sitz" oder "Warte". Lass den Hund die Pause lernen.
Schritt 3 — Füttern in kleinen Gruppen (eine Woche)
- Nimm eine kleine Menge in die Hand. Gehe einen Schritt. Öffne die Hand. Wiederhole.
- Der Hund folgt dir. Der Hund beobachtet deine Hand und dein Gesicht.
- Verteile die Mahlzeit im Raum.
Der Hund lernt: Futter ist dort, wo du bist.
Schritt 4 — Den Napf als Regel zurückbringen (eine Woche)
- Füttere die Hälfte der Mahlzeit mit der Hand. Dann stelle den Napf mit der anderen Hälfte hin.
- Der Hund muss sitzen und dich ansehen, bevor der Napf den Boden erreicht.
- Hebe den Napf, wenn der Hund springt. Versuche es erneut.
- Stelle den Napf ab. Trete zurück. Lass den Hund fressen.
Das ist die Regel. Sie gilt bei jeder Mahlzeit, für immer.
Schritt 5 — Leckerlis folgen dem gleichen Einstieg
- Außerhalb der Mahlzeiten, wenn du ein Leckerli gibst, schaut der Hund zuerst in dein Gesicht.
- Keine Leckerlis von einer Hand, mit der der Hund keinen Augenkontakt hatte.
Häufige Fehler
- "Sitz" vor jeder Handvoll sagen. Das Kommando wird zur Belohnung, nicht du. Bleib leise.
- Nach einer guten Woche aufhören. Die Veränderung braucht einen Monat, um sich zu festigen. Mach weiter.
- Lob einmischen. Lob ist für außerhalb des Napfes. Bei Mahlzeiten ist deine Anwesenheit die Botschaft.
- Freifüttern (Futter den ganzen Tag im Napf). Das macht Futter billig. Der Hund hört auf, Mahlzeiten zu bemerken. Beende das Freifüttern, bevor du diese Methode beginnst.
Anzeichen für Fortschritte
- Der Hund kommt, wenn die Mahlzeit beginnt, und wartet in deiner Nähe.
- Der Hund beobachtet dein Gesicht während der Mahlzeiten.
- Der Hund hört auf zu fressen, wenn du aufstehst, und sucht nach dir.
- Im Test ändern sich die Stufen 1 und 4 von nein zu ja.
Bleib einen ganzen Monat bei dieser Aktivität. Dann füge das Gehen hinzu.
